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Mo

10

Nov
2014

Ludwig Rumetshofer: Wer bestimmt, was wir essen?

Vortrag und Diskussion über Ernährungssouveränität

Diskussion
 19:00 - 21:00 Uhr
 keine Altersbeschränkung
Eintritt frei!
keine Anmeldung notwendig

Wir laden herzlich ein:

Ludwig Rumetshofer:
Wer bestimmt, was wir essen?

Ernährungssouveränität als Alternative zum derzeitigen Agrar- und Lebensmittelsystem

Eine Veranstaltung des AktivistInnen-Netzwerks von Südwind Steiermark.

Wer entscheidet, was wir essen und wie unsere Nahrungsmittel produziert werden?

Zahlreiche Initiativen setzen sich für mehr Ernährungssouveränität ein. Ludwig Rumetshofer, Geschäftsleiter der ÖBV-Via Campesina Austria, informiert Sie über den Kampf um eigenes Saatgut und gegen gentechnisch veränderte Nahrungsmittel. 

 

Ernährungssouveränität bedeutet, dass wir selbst entscheiden können, was wir essen und wie unsere Nahrungsmittel produziert werden. Damit ist also mehr gemeint als bloße Ernährungssicherheit, die nur darauf abzielt, ausreichende Kalorienmengen für jeden Haushalt zur Verfügung zu stellen. Auf der ganzen Welt formieren sich derzeit Bewegungen und Initiativen, die sich für mehr Ernährungsouveränität einsetzen. Ob Kleinbauern in den Ländern des Südens darum kämpfen, ihr eigenes Saatgut wiederverwenden und tauschen zu können oder sich BürgerInnen in Europa gegen gentechnisch veränderte Nahrungsmittel wehren. Durch die enorme Machtkonzentration auf wenige internationale Agrarkonzerne und einige dominierende Supermarktketten haben einzelne KonsumentInnen wenig Möglichkeiten, zu bestimmen, was sie essen.

Welche Alternativen gibt es und wie kann eine nachhaltige Lebensmittelproduktion aussehen? Im Vortrag werden die globale und die österreichische Bewegung für Ernährungssouveränität vorgestellt und Probleme des derzeitigen Landwirtschaftssystems aufgezeigt. Außerdem werden Auswege auf politischer Ebene und Handlungsoptionen für die einzelnen BürgerInnen diskutiert. Anschließend laden wir zu einem bio-fairen Buffet.

Ludwig Rumetshofer:

Ludwig Rumetshofer hat 2011 das Studium der Agrarwissenschaften an der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien abgeschlossen und schreibt im Moment seine Masterarbeit über Regionale Lebensmittelproduktion. Er ist seit 2007 in der Bewegung für Ernährungssouveränität aktiv, wurde 2011 einer der Koordinatoren des Nyeleni Europe Prozesses und war dort Mitglied des Nyeleni Europe Steering Committee. 2012 wurde Ludwig Rumetshofer die Koordination der Nyeleni Europe Arbeitsgruppe „Ernährungssouveränität und eine andere GAP“ übertragen. Seit Oktober 2013 hat er, nach fast 4 Jahren im Vorstand, die Geschäftsleitung der ÖBV-Via Campesina Austria übernommen."

ÖBV-ViaCampesina Austria:

Die ÖBV-ViaCampesina Austria wurde 1974 als Österreichische Bergbauern- und -bäuerinnenvereinigung gegründet. Ursprünglich als basisdemokratische Interessensvereinigung von Bergbauern und Bergbäuerinnen gedacht, entwickelte sie sich im Lauf der Jahrzehnte zum Sprachrohr und zur „geistigen Heimat" von Berg- und KleinbäuerInnen in ganz Österreich. Dieser Weiterentwicklung wurde 2005 mit der Umbenennung in ÖBV-Via Campesina Austria (übersetzt: der kleinbäuerliche Weg) Rechnung getragen. 

 

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