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Les Fleurs du mal

Belletristik

Standort:

Verfasser:
Baudelaire, Charles

Verfasser Angabe:
Charles Baudelaire

Sprache:
Französisch

Schlagwörter:

Verlag:
Pocket

Erscheinungsort:
Paris

Jahr:
2005

Umfang:
348 S.

Fußnote:
Die Blumen des Bösen

ISBN:
978-2-266-08326-3

Reihe:
Pocket classics

Inhalt:
1857, mit 36, veröffentlichte Baudelaire das Werk, mit dem er in die Literaturgeschichte eingehen sollte: Les Fleurs du Mal (Die Blumen des Bösen), eine Sammlung von 100 Gedichten, die ab ca. 1840 entstanden und teilweise schon einzeln gedruckt erschienen waren, aber jetzt, nach Themen geordnet, ein quasi komponiertes Ganzes zu bilden versuchten. Die Grundstimmung dieser formal und sprachlich äußerst ausgefeilten, meist eher kurzen Gedichte ist (wie auch oft bei den Romantikern) Desillusion, Pessimismus, Melancholie; die evozierte Realität erscheint (anders als bei den Romantikern) als überwiegend hässlich und morbide, der Mensch als hin- und hergerissen zwischen den Mächten des Hellen und Guten (-l'idéal-) und denen des Dunklen und Bösen, ja Satans (-le spleen-). Eine der bedeutendsten Neuerungen Baudelaires in den Fleurs ist die, wenn auch sparsame, Integration der Welt der Großstadt in die Lyrik - einer als insgesamt eher abstoßend und düster vorgestellten Welt, was allerdings durchaus der Realität im übervölkerten, explosionsartig wachsenden und schmutzigen Paris der Zeit entsprach. Obwohl einige klarsichtige Kollegen rasch erkannten, dass die besten Gedichte des Bandes zu den bleibenden Leistungen der französischen Lyrik zählen würden, war der Erfolg zunächst gering. Sechs von einem Pariser Starkritiker als obszön oder blasphemisch denunzierte Gedichte trugen dem Autor und seinem Verleger Auguste Poulet-Malassis im Juli 1857 sogar einen Strafprozess ein wegen "Beleidigung der öffentlichen Moral". Am 20. August 1857 wurde Baudelaire deswegen verurteilt. Die sechs "wegen obszöner und unmoralischer Passagen" beanstandeten Gedichte[1] wurden deshalb ausgelassen, als 1861 eine um 35 neue Gedichte vermehrte zweite Auflage der Fleurs erschien. Die dritte, nochmals erweiterte Auflage, die 1868 postum herauskam, enthielt sie jedoch wieder.

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