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Arbeitskämpfe in China

Berichte von der Werkbank der Welt

Sachbuch

Standort:

Verfasser Angabe:
Georg Egger ... (Hg.) [Mit Beitr. von Claudia Bonk ...]

Personen:
Egger, Georg [Hrsg.]
Bonk, Claudia

Schlagwörter:

Verlag:
Promedia-Verl.

Erscheinungsort:
Wien

Jahr:
2013

Umfang:
276 S.

ISBN:
978-3-85371-357-0

Interessenskreise:
Südwind

Inhalt:
Im Frühjahr 2010 rollte eine Streikwelle durch die Automobilindustrie Chinas, bei der die beteiligten ArbeiterInnen deutliche Lohnerhöhungen erringen konnten. Im Herbst 2012 sah sich auch der Elektronikhersteller und Apple-Zulieferer Foxconn mit Riots und Streiks der wütenden Beschäftigten konfrontiert. Beide Fälle schafften es weltweit in die Schlagzeilen - tatsächlich stellen sie nur die Spitze des Eisbergs der jüngsten Klassenkonflikte in China dar.
Die Ende der 1970er-Jahre eingeleitete kapitalistische Transformation Chinas ist durch tiefgreifende Umwälzungen der Produktions- und Arbeitsverhältnisse und durch eine deutliche Zunahme von Arbeitskämpfen gekennzeichnet. Ende der 1990er-Jahre waren es insbesondere ArbeiterInnen in ehemaligen Staatsbetrieben, die sich gegen die Privatisierungen zur Wehr setzten. Seither kämpfen vor allem junge WanderarbeiterInnen gegen die Ausbeutung und für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Mit Beginn der Wirtschaftskrise steigt die Zahl der Arbeitskonflikte in den Weltmarktfabriken Chinas weiter an - und immer häufiger haben die ArbeiterInnen Erfolg mit ihren Protesten.
Der vorliegende Band versammelt Beiträge internationaler ChinaforscherInnen und AktivistInnen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln und auf Basis jüngster Forschungsergebnisse die Hintergründe, Charakteristika und Auswirkungen von Arbeitskämpfen in China beleuchten. Wie haben sich die Arbeits- und Lebensbedingungen von LohnarbeiterInnen im Zuge von Chinas Reformprozess verändert? Worin liegen die Gründe für die Zunahme von Arbeitskämpfen? Wie reagiert der chinesische Parteistaat auf die Klassenkonflikte? Welche Rolle spielt die chinesische Staatsgewerkschaft und wie sind deren Reformen einzuschätzen? Und über welche Möglichkeiten für eine Unterstützung chinesischer ArbeiterInnen verfügen NGOs und KonsumentInnen weltweit? Hierzu werden Initiativen aus Hongkong, Deutschland und Österreich näher beleuchtet.

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